Achte Europäische Konferenz zur Beschwerdenvalidierung

verfasst von Thomas Merten (Berlin)

Zum achten Mal findet vom 8. bis 10. Oktober 2026 eine europäische Konferenz zur Beschwerdenvalidierung statt, und zwar in diesem Jahr in Malaga (Spanien). Weitere Information zum Veranstaltungsort, zum zu erwartenden Programm und zu den Anmeldeformalitäten sind auf der Website https://sva-europe.com zu finden.

Das alle zwei Jahre stattfindende Format wurde erstmals 2009 auf Anregung des britischen Neuropsychologen Dr. Stuart Anderson durch die damalige International Academy of Applied Neuropsychology organisiert, fand in Würzburg statt und war mit über 100 Teilnehmenden auf Anhieb ein großer Erfolg. Neben namhaften amerikanischen Vortragenden hat in den folgenden Jahren die Darstellung europäischer Perspektiven, Praxisempfehlungen und Forschungsergebnisse immer mehr an Raum gewonnen. Die Konferenzen sind von ihrer Konzeption her sowohl auf die Bedürfnisse von gutachtlich Tätigen als auch von Forschenden auf dem Gebiet der Beschwerdenvalidierung und assoziierter Fragestellungen ausgerichtet.

Wie bereits zur ersten Tagung nahmen auch an den folgenden Konferenzen in London, Würzburg, Maastricht, Basel, Amsterdam und Polignano a Mare stets Gäste aus Übersee teil, was wohl der einzigartigen Ausrichtung der Veranstaltungen geschuldet ist. Sie bieten eine herausragende Gelegenheit zur Diskussion von Problemen und Bedürfnissen der Teilnehmenden, zum niedrigschwelligen „Meet the expert“ und zur Vernetzung über Ländergrenzen hinweg.

Wie bereits im Jahre 2024 wird auch die diesjährige Konferenz federführend durch Dr. Fuermaier (Universität Groningen) und Dr. Luciano Giromini (Universität Turin) organisiert, unterstützt durch ein Programmkomitee aus neun europäischen Ländern, einschließlich Dr. Thomas Bodner und Dr. Johann Lehrner aus Österreich. Keynote speaker in diesem Jahr wird Dr. Yossef Ben-Porath (Emeritus der Kent State University) sein, der in besonderer Weise durch seine Arbeiten zu den klinischen und den Validitätsskalen verschiedener MMPI-Versionen bekannt ist. Es ist zu erwarten, dass das diesjährige Treffen ein ebenso großer Erfolg werden wird, wie es die vergangenen Konferenzen waren.

Thomas Merten (Berlin)