BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:566-47@www.neuropsy.at
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Neuropsychologie der atypischen Alzheimer-Erkrankungen
DESCRIPTION:Ziele Bei den meisten Patient:innen mit Alzheimer-Krankheit ste
 hen (Neu-)Gedächtnisstörungen im Vordergrund. Aber ein erheblicher Antei
 l, überrepräsentiert bei Fällen mit frühem Krankheitsbeginn, zeigt die
  ersten Defizite in anderen Domänen. Dies wird als „atypischer Phänoty
 p“ mit visuellen, sprachlichen, exekutiven, verhaltensbezogenen oder mot
 orischen Funktionsstörungen bezeichnet.  Bisher wurden (und werden) dies
 e Personen oft erst spät diagnostiziert; Fehldiagnosen (insbesondere i.S.
  psychiatrischer Erkrankungen und Burn-Out, aber auch anderer Demenzätiol
 ogien) sind häufig.\n\nIn diesem Vortrag werden die klinischen, bildgeben
 den und Biomarker-Profile sporadischer atypischer Varianten der Alzheimer-
 Krankheit anhand der aktuellen Literatur erörtert. Dazu gehören die post
 eriore kortikale Atrophie, die logopenische Variante der primär progressi
 ven Aphasie, dysexekutive und verhaltensbezogene Varianten sowie das korti
 kobasale Syndrom. Dies soll den Teilnehmer:innen die Erst- und Differentia
 ldiagnose erleichtern und es so ermöglichen, maßgeschneiderte Informatio
 nen, angemessene Unterstützung/ Therapie sowie individuelle Behandlungspl
 äne anzubieten.\n\nInhalt Atypische Krankheitspräsentationen stellen bes
 ondere Ansprüche an die psychologische Diagnostik. Dies liegt vor allem d
 aran, dass diese „Subtypen“ erst in den letzten beiden Jahrzehnten als
  eigenständige Entitäten konzeptualisiert wurden und Eingang in diagnost
 ische Kriterien gefunden haben. Letztere unterliegen folglich noch einem s
 tetigen Wandel, welcher u.a. auf Erkenntnissen neuerster bildgebender Verf
 ahren und genetischer Analysen beruht.  Es wurden bereits bedeutende Fort
 schritte bei der Erkennung und Charakterisierung der syndromal unterschied
 lichen Varianten der Alzheimer-Krankheit erzielt. Die Identifikation erfol
 gt anhand der vorherrschenden kognitiven und klinischen Merkmale: Früh ei
 nsetzendes amnestisches Syndrom, Aphasie, visuell-räumliche Beeinträchti
 gungen, dysexekutive und Verhaltensstörungen oder motorische Symptome. Ei
 nen sehr wichtigen Aspekt stellt in diesem ZH auch die Begriffsklärung da
 r – diese sollte immer auf der Ätiologie basieren und erfordert ein umf
 assendes Grundlagenwissen. Dabei muss uns aber auch bewusst sein, dass z.B
 . die Posteriore Kortikale Atrophie meist, aber nicht immer, dem Alzheimer
 -Spektrum zuzuordnen ist.\n\nDieses Seminar soll den Teilnehmer*innen eine
 n umfassenden Überblick über die aktuelle Fachliteratur geben. Im Fokus 
 stehen dabei Erkenntnisse aus bildgebenden Verfahren, Autopsie-Studien und
  genetischen Analysen.  Vertieft wird dies durch Fall- und Anwendungsbeis
 piele aus meiner 28jährigen klinischen Praxis.  Dadurch erhalten Sie die
  Möglichkeit die Diagnose atypischer Demenzerkrankungen im beruflichen Al
 ltag besser zu meistern.\n\nVorkenntnisse  Das Seminar richtet sich gezie
 lt an Psycholog:innen und Fachkräfte anderer Disziplinen, welche bereits 
 über Vorerfahrungen in der Diagnostik/Behandlung Demenzkranker verfügen.
  Personen mit wenigen Vorkenntnissen wird zumindest der vorherige Besuch e
 ines entsprechenden Grundlagen-Seminars empfohlen.\n\nLiteraturempfehlung\
 n\n 	Adams, C., Hendrie, K., James, M., & Tsai, P. H. (2023). It may not b
 e so typical: Distinguishing Frontotemporal Dementia from behavioral varia
 nt Alzheimer's disease. The primary care companion for CNS disorders, 25(5
 ), 22alz03400. https://doi.org/10.4088/PCC.22alz03400 	Donato, L., Mordà,
  D., Scimone, C., Alibrandi, S., D’Angelo, R., & Sidoti, A. (2023). How 
 many Alzheimer–Perusini’s atypical forms do we still have to discover?
  Biomedicines, 11(7), 2035. https://doi.org/10.3390/biomedicines11072035 	
 Graff-Radford, J., Yong, K. X. X., Apostolova, L. G., Bouwman, F. H., Carr
 illo, M., Dickerson, B. C., Rabinovici, G. D., Schott, J. M., Jones, D. T.
 , & Murray, M. E. (2021). New insights into atypical Alzheimer's disease i
 n the era of biomarkers. The Lancet. Neurology, 20(3), 222–234. https://
 doi.org/10.1016/S1474-4422(20)30440-3 	Petersen, R. C., Wiste, H. J., Weig
 and, S. D., Fields, J. A., Geda, Y. E., Graff-Radford, J., Knopman, D. S.,
  Kremers, W. K., Lowe, V., Machulda, M. M., Mielke, M. M., Stricker, N. H.
 , Therneau, T. M., Vemuri, P., & Jack, C. R., Jr (2021). NIA-AA Alzheimer'
 s disease framework: Clinical characterization of stages. Annals of neurol
 ogy, 89(6), 1145–1156. https://doi.org/10.1002/ana.26071 	Polsinelli, A.
 J., & Apostolova, L.G. (2002). Atypical Alzheimer disease variants. Contin
 uum(Minneap Minn),28(3),676-701. https://doi.org/10.1212/CON.0000000000001
 082 	Whitwell, J.L. (2024). Atypical clinical variants of Alzheimer’s di
 sease: Are they really atypical? Front. Neurosci. 18:1352822. 	https://doi
 .org/10.3389/fnins.2024.1352822 
LOCATION:Webinar via Zoom
DTSTAMP:20260119T101828Z
DTSTART:20261112T140000Z
DTEND:20261126T171500Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR