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SUMMARY:Delir in der Akutgeriatrie und geriatrischen Rehabilitation
DESCRIPTION:Ziele Das Delir gehört zu den häufigsten und gleichzeitig am 
 häufigsten übersehenen Komplikationen im höheren Lebensalter. Besonders
  in der Akutgeriatrie und der geriatrischen Rehabilitation tritt es häufi
 g infolge akuter Erkrankungen, Operationen oder medizinischer Behandlungen
  auf und ist mit erheblichen gesundheitlichen Folgen verbunden. Eine früh
 zeitige Erkennung sowie eine gezielte, interprofessionelle Behandlung kön
 nen den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen und langfristige Funkt
 ionseinbußen verhindern. Aus gerontopsychologischer Sicht stellt das Deli
 r eine besondere Herausforderung dar, da kognitive, emotionale, verhaltens
 bezogene und psychosoziale Faktoren eng miteinander verknüpft sind. Neben
  medizinischen Ursachen spielen Kommunikation, Orientierung, Beziehungsges
 taltung sowie die Einbindung von Angehörigen eine zentrale Rolle in Präv
 ention und Behandlung. Dieses praxisorientierte Seminar vermittelt aktuell
 es Wissen zum Delir und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkr
 eten Handlungsempfehlungen für den klinischen Alltag in der Akutgeriatrie
  und geriatrischen Rehabilitation aus gerontopsychologischer Sicht.  Inhal
 t Im ersten Teil des Seminars werden die Grundlagen des Delirs vermittelt.
  Die Teilnehmer lernen die Definition, die verschiedenen Erscheinungsforme
 n (hyperaktives, hypoaktives und gemischtes Delir) sowie die diagnostische
 n Kriterien kennen. Es wird erläutert, warum das Delir insbesondere bei h
 ochbetagten Menschen häufig auftritt und welche Bedeutung es für den wei
 teren Krankheitsverlauf besitzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der En
 tstehung des Delirs. Dabei werden prädisponierende und auslösende Faktor
 en sowie pathophysiologische Grundlagen verständlich dargestellt. Behande
 lt werden unter anderem Infektionen, Operationen, Schmerzen, Medikamente, 
 Flüssigkeitsmangel, Stoffwechselstörungen sowie sensorische Einschränku
 ngen und Umweltfaktoren. Darauf aufbauend werden Strategien zur Präventio
 n und Behandlung vorgestellt. Neben der Früherkennung mithilfe geeigneter
  Screeningverfahren stehen insbesondere nichtmedikamentöse Maßnahmen im 
 Mittelpunkt. Dazu gehören Orientierungsförderung, Kommunikation, Milieug
 estaltung, Schlafhygiene, Mobilisation, Schmerzmanagement sowie der verant
 wortungsvolle Umgang mit psychopharmakologischen Interventionen. Ein beson
 derer Fokus des Seminars liegt auf der gerontopsychologischen Begleitung v
 on Menschen mit Delir. Die Teilnehmer reflektieren den Umgang mit herausfo
 rderndem Verhalten, Angst, Unruhe, Halluzinationen und emotionaler Belastu
 ng. Es werden praxisnahe Kommunikationsstrategien vermittelt, die Sicherhe
 it, Orientierung und Vertrauen fördern. Ein weiterer Themenbereich beschÃ
 ¤ftigt sich mit der wichtigen Rolle der Angehörigen. An-gehörige können
  wesentlich zur Orientierung und emotionalen Stabilisierung beitragen und 
 sind häufig unverzichtbare Informationsquellen für das Behandlungsteam. 
 Das Seminar zeigt Möglichkeiten auf, Angehörige angemessen einzubeziehen
 , sie zu beraten und sie in belastenden Situationen zu unterstützen. Da D
 elir, Demenz und Depression im höheren Lebensalter häufig ähnliche Symp
 tome zeigen, widmet sich ein eigener Seminarabschnitt der differenzialdiag
 nostischen Abgrenzung dieser Krankheitsbilder. Die Teilnehmer lernen typis
 che Merkmale, Überschneidungen und diagnostische Besonderheiten kennen un
 d erhalten Hilfestellungen für den klinischen Alltag. Ein zusätzlicher S
 chwerpunkt widmet sich der Frage, wie Kliniken eine strukturierte Delir Gr
 uppe bzw. Delir Arbeitsgruppe etablieren können. Vorgestellt werden mögl
 iche Aufgabenfelder einer solchen Gruppe – etwa die Entwicklung interpro
 fessioneller Standards, die Koordination von Präventionsmaßnahmen, die Q
 ualitätssicherung, die Schulung von Mitarbeitern sowie die fallbezogene B
 eratung im klinischen Alltag. Die Teilnehmer erhalten Einblick in untersch
 iedliche Modelle, lernen Chancen und Grenzen kennen und reflektieren, wie 
 sie selbst aktiv an der Gestaltung oder Weiterentwicklung einer Delir Grup
 pe mitwirken können. Abgerundet wird das Seminar durch die Auseinanderset
 zung mit ethischen und rechtlichen Fragestellungen. Thematisiert werden un
 ter anderem Selbstbestimmung und Fürsorge, Einwilligungsfähigkeit und En
 tscheidungsfähigkeit, freiheitsbeschränkende Maßnahmen, Deeskalation so
 wie die Verantwortung der verschiedenen Berufsgruppen im interprofessionel
 len Team. Die theoretischen Inhalte werden anhand von Fallbeispielen aus d
 er Akutgeriatrie und geriatrischen Rehabilitation vertieft und gemeinsam d
 iskutiert. Ziel ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit deliranten Patie
 nten zu stärken und die Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen im Berufsal
 ltag zu fördern.  Lernziele Nach Abschluss der Fortbildung können die Te
 ilnehmer:\n\n 	das Delir definieren und seine klinischen Merkmale beschrei
 ben, 	die verschiedenen Delirformen unterscheiden, 	Risikofaktoren, Ursach
 en und Entstehungsmechanismen erklären, 	Delir, Demenz und Depression sic
 her voneinander abgrenzen, 	geeignete Screening- und Beobachtungsinstrumen
 te im klinischen Alltag anwenden, 	evidenzbasierte Präventions- und Behan
 dlungsmaßnahmen planen und umsetzen, 	gerontopsychologische Kommunikation
 s- und Interventionsstrategien anwenden, 	Angehörige professionell berate
 n und in die Versorgung einbeziehen, 	ethische und rechtliche Fragestellun
 gen reflektieren und angemessen berücksichtigen, 	interprofessionelle Han
 dlungskonzepte für die Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation entw
 ickeln, 	die Aufgaben, Strukturen und Möglichkeiten einer klinischen Deli
 r‑Gruppe verstehen und aktiv an deren Gestaltung oder Weiterentwicklung 
 mitwirken. \n\n Literaturempfehlung American Psychiatric Association (APA)
  (2018): Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DS
 M-5®. Deutsche Ausgabe hrsg. von Peter Falkai und Hans-Ulrich Wittchen. M
 itherausgegeben von Manfred Döpfner, Wolfgang Gaebel, Wolfgang Maier, Win
 fried Rief, Henning Saß und Michael Zaudig. 2. Aufl. Göttingen. AWMF (20
 25): S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter – Eine transsektoral ums
 etzbare, interdisziplinär-interprofessionelle Leitlinie zu Delir-Prävent
 ion, -Diagnostik und -Therapie beim alten Menschen. Berlin. Dilling, Horst
 ; Mombour, Werner; Schmidt, Martin H. (2015) (Hrsg.): Internationale Klass
 ifikation psychischer Störungen. ICD-10 Kapitel V (F). Klinisch-diagnosti
 sche Leitlinien. 10. Aufl. unter Berücksichtigung der Änderungen entspre
 chend ICD-10-GM 2015. Bern. Dräger (2025): Delir. Pathophysiologie und Ur
 sachen. Lübeck. Fischer, Peter; Assem-Hilger, Eva (2003): Delir / Verwirr
 theitszustand. In: Förstl, Hans (Hrsg.): Lehrbuch der Gerontopsychiatrie 
 und -psychotherapie. Grundlagen – Klinik – Therapie. 2. Aufl. Stuttgar
 t / New York, S. 394-408. Fleischmann, Robert; Kübler-Weller, Dorothee; M
 engel, Annerose; Stötzner, Philip; Zilezinski, Max (2026): Klinikleitfade
 n Delir. Delirmanagement interdisziplinär und multiprofessionell – Ein 
 Leitfaden für die Kitteltasche. 1. Aufl. Stuttgart. Hermes, Carsten (Hrsg
 .) (2023): Delir. Prävention, Therapie und Pflege im interprofessionellen
  Team. München. Hermes, Carsten; Nydal, Peter (2020): Delir – eine Aufg
 abe für alle. In: Pflege Zeitschrift, 73 (3), S. 16-18. DOI: 10.1007/s419
 06-019-0654-6. Hewer, Walter; Thomas, Christine; Drach, Lutz M. (Hrsg.) (2
 016): Delir beim alten Menschen. Grundlagen – Diagnostik – Therapie â€
 “ Prävention. Stuttgart. Rahman, S. (2024): Delir kompakt. Delirmanagemen
 t bei akut neurokognitiv beeinträchtigen Personen. Bern. Savaskan, Egemen
 ; Hasemann, Wolfgang (Hrsg.) (2017): Leitlinie Delir. Empfehlungen zur PrÃ
 ¤vention, Diagnostik und Therapie des Delirs im Alter. Bern. Zentrum für 
 Qualität in der Pflege (ZQP) (2026): Vorbeugung von Delir bei älteren Me
 nschen. Was man wissen sollte und was man tun kann. ZQP-Kurzratgeber. Berl
 in.
LOCATION:Webinar via Zoom
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